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Die Massage im weitesten Sinne ist eines der
ältesten Heilmittel der Menschheit.
Der Ursprung der Massage
als gezielte Anwendung zur Heilung ist sehr wahrscheinlich im Osten Afrikas
und in Asien(Ägypten, China, Persien) zu finden.
Ersten Erwähnungen finden sich beim Chinesen Huáng Dì, der bereits 2600 v. Chr.
Massagehandgriffe und gymnastische Übungen beschreibt.
Über den griechischen Arzt Hippokrates (460-375 v. Chr.) und seine medizinische Schule
gelangte die Massage letztendlich nach Europa.
Später jedoch verlor die Gesellschaft Europas das Interesse an Massagen und anderen Präventions-
und Therapiemaßnahmen, erst gegen Ende des Mittelalters, im 16. Jahrhundert, wurde die Massage
durch den Arzt und Alchimisten Paracelsus (1493-1541) wieder Thema der Medizin.
Heutzutage obliegen die Massage und die Reflexzonentherapie nicht mehr den Ärzten,
sondern werden von Masseuren und Masseurinnen bzw.
Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen ausgeführt.
Unter dem Begriff Massage
werden in der Medizin alle Anwendungen zusammengefasst, die der mechanischen Beeinflussung von
Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreizen dienen.
Massagen beeinflussen den Körper auf vielfältige Art und Weise und ihre Wirkungen erstrecken sich
von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus.
Die einzelnen Wirkungen der Massage ergänzen sich zu einer Behandlung , die den ganzen Körper
umfasst und auch die Psyche mit einschließt.
Die klassische Massage
(Schwedische Massage) kennt 5 Griffarten, mit denen der Masseur
unterschiedliche Wirkungen erzielen kann:
Streichungen,
Reibungen,
Knetungen,
Klopfungen,
Vibrationen und
Hackungen.
Die Behandlung kann sowohl im Sitzen als auch im Liegen erfolgen. Der
Patient wird dabei so gelagert, dass die Gelenke in einer mittleren Stellung
stabilisiert sind. Je nach ärztlicher Verordnung, kann eine Teilmassage oder
eine Großmassage durchgeführt werden.
Zu den Massagen zählen
neben der bekannten klassischen Massage auch spezielle Techniken wie z.B.
die
Bindegewebsmassage und
Periostmassage.
Vorrangige Ziele der Massage sind:
Lokale Steigerung der Durchblutung
Senkung von Blutdruck und Pulsfrequenz
Entspannung der Muskulatur
Lösen von Verklebungen und Narben
Verbesserte Wundheilung
Schmerzlinderung
Einwirken auf innere Organe über Reflexbögen
Psychische Entspannung
Anxiolytische Effekte
Reduktion von Stresshormonen (u.a. Cortisol)
Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe
Entspannung von Haut und Bindegewebe
Beeinflussung des vegetativen Nervensystems
Die Arbeit mit den Massagebällen dient ebenfalls der Durchblutung
*
Eine medizinisch notwendige Massage kann nur ein Arzt verordnen
Ganzkörpermassagen werden nicht zu medizinischen Zwecken eingesetzt, sondern dienen der
allgemeinen Entspannung.
Bei Entzündungen oder Verletzungen im Massagebereich, Fieber, Thrombose oder während einer
Schwangerschaft, sollten keine Massagen durchgeführt werden.
Falls die Massage Schmerzen verursacht, sollte sie sofort beendet werden.
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